Orvieto

Felix will weiter Richtung Süden, weil er die Hoffnung auf Sommer, Sonne und Blümchenwiese im November nicht aufgeben kann. Kurz nach der Abfahrt am Montag, den 11.11.2019, erblicken wir imposante Strukturen auf einem riesigen Felsen. Eine kurze Recherche der Kopilotin Ina ergibt, dass es sich um die alte Stadt Orvieto handeln muss. Unter derselben befindet sich ein riesiges System aus Gängen und Kammern, die schon seit der Besiedelung durch die Etrusker gegraben wurden, also noch vor den Römern!
Es folgt ein Zwischenstopp zwecks Erkundung des Städchens per Spaziergang und der sich im Untergrund befindlichen Anlagen mit einer geführten Gruppe.

Die Odysee

Während den darauffolgenden zwei Tagen haben wir leider weniger Glück bei der Suche nach schönen Schlafplätzen. In Sabaudia, wo wir uns einen Zugang zum Strand erhoffen, aber alles mit hässlichen Touristenfallen zubetoniert ist, bleiben wir nicht. Alles ist geschlossen, weil keine Saison, wirkt trostlos und abweisend.
Das Netz empfielt uns den Parkplatz am Tempel des Jupiter Anxur, den man kostenlos besichtigen können soll. Vor Ort die nächste Enttäuschung: 6€ Eintritt pro Nase! Das sind umgerechnet 12 Espressi! Oder D-Mark!!11
Zum Übernachten ist der Parkplatz trotzdem geeignet, Pärchen aus der Gegend kommen zum knutschen hierher (miteinander, nicht mit uns) und der Wind, der vom Meer aus weht, schaukelt uns in den Schlaf.
In einer Vorstadt von Neapel versuchen wir noch einmal, einen Platz am Meer zu finden. Nach längerem nervenzehrendem Manövrieren durch die engen, stark befahrenen und vermüllten Gassen geben wir klein bei und lenken unser Reisemobil auf einen Parkplatz der Gemeindeverwaltung. Hier wird eine Art Müllsammlung betrieben, Säcke stehen neben den überquellenden Containern. Der Rest des Parkplatzes ist voller Leben, Pärchen kommen zum rummachen her oder um sich gegenseitig anzuschreien und dann wieder in die Arme zu fallen. Ein Mann schläft bei laufendem Motor in seinem PKW, einige scheinen von Prohibition betroffene Substanzen umzusetzen. Andere nutzen den Platz zum Gassigehen, und am Rand steht ein Magirus-Allrad-LKW gigantischen Ausmaßes mit Münchner Kennzeichen.
Unsere mittlerweile miese Laune federn wir gekonnt ab, indem wir uns je drei Artischocken mit Joghurt-Vinaigrette einverleiben. Leider vernachlässigen wir beide die fotografische Dokumentation der Vorgänge, deshalb hier nur wir beide beim Abendessen:

5 Kommentare zu „Orvieto

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